Arktur Ascending
Die Formation um den Saxophonisten Markus ‘Arktur‘ Heinze erzeugt mit schillernden Grooves, fröhlich verwirbelten Melodien und einer Menge Expressivität einen Sound, bei dem sogar das Gravitationsgesetz gerne Pause macht und die Solisten entfesselt in die Höhe entlässt.
Die vier Musiker überführen die Freiheit, Kreativität und Frische ihrer Improv- und Avantgarde-Erfahrungen in einen tief groovenden Kontext. Entfernte Geschwister finden sie in Pharoah Sanders, Sun Ra und in der Londoner Clubszene unserer Tage. Sie erschaffen einen unnachahmlichen Sound, dessen Aufwärtssog auch das Publikum in eine Welt mitnimmt, in der man wahrscheinlich sogar auf Freejazz tanzen kann (wenn auch dabei die Füße den Boden nicht berühren).
Telling Jazz
Martin Ellrodt - Erzähler
Markus Heinze - Saxophone
Die Magie des freien Erzählens von Martin Ellrodt verbindet sich mit der Improvisationskunst des Saxophonisten Markus Heinze zu einem im Wortsinn „unerhörten“ Erlebnis. Die Rollenverteilung wird dabei auch gern umgekehrt: Der Erzähler verhält sich innerhalb einer Geschichte wie eine andere Art Musikinstrument und der Saxophonist wie eine andere Art Erzähler. Musikalisch kann dabei alles passieren, vom Geräuschgeflüster am Saxophon bis zum New-Orleans-Trauermarsch, wobei es vorab kaum Festlegungen gibt - die Musik entsteht ebenso aus dem Augenblick heraus wie die Ausformung der Erzählung.
Die Geschichten schlagen einen denkbar großen Bogen durch die Zeiten: Erzählungen aus dem ältesten uns bekannten Geschichten-Kreis, dem Gilgamesch-Epos, treffen auf urban legends, also Mythen unserer Zeit.
Die gemeinsame Darbietung ist so spannend, ergreifend oder humorvoll wie die Geschichten und so mitreißend wie eine gelungene Jazz-Improvisation.
Martin Ellrodt – Erzähler
Markus Heinze – Saxophone
International Composers and Improvisers Ensemble / ICI Ensemble Munich
David Jäger (ss, ts), Roger Jannotta (reeds), Markus Heinze (brs, co), Christofer Varner (tb), Gunnar Geisse (laptop-guitar), Martin Wolfrum (p), Georg Janker (b, electr), Sunk Pöschl (dr)
Das ICI Ensemble webt seit über 20 Jahren beharrlich an seiner Verklanglichung des Jetzt. Die Bandbreite der Projekte und Kollaborationen reicht von filigraner Choreografie bis hin zur orchestralen Eruption und zeugt von der Wandlungsfähigkeit des Ensembles, die sich mitunter auch innerhalb eines Konzerts, ja innerhalb eines Wimpernschlags erleben lässt. Zahlreiche Größen der Szene haben sich dadurch zur Zusammenarbeit inspirieren lassen, darunter Barry Guy, William Parker, Peter Brötzmann oder Phil Minton.
„Das ICI Ensemble liefert in bemerkenswerter Weise Durchsetzungskraft des Widerständigen, als Neueröffnung eines Spielfeldes für unangepasste, kreative Phantasie“ (Harry Lachner).
ICI Ensemble Webpräsenz
ICI Ensemble Munich - Facebook
Markus Heinze Trio / Threeplay
Markus Heinze (ts, brs), Stefan Berchtold (b), Sunk Pöschl (dr)
Markus Heinze verleiht mit seinen kongenialen Partnern der Idee der improvisatorischen Freiheit erfrischend neuen Drall: Expressive Eruptionen und bizarre Klanglandschaften gibt es da, aber auch Schatten alter Jazzballaden oder ein Marlene-Dietrich-Schlager sind Teil dieser Welt. All das ist getragen von unverwechselbarem Sound, entspannter Spielfreude und einer Energie, die in der heutigen Konzertlandschaft ihresgleichen sucht. Avantgarde-Jazz in Bestform.
Markus Heinze Solo
Alles ist Atem, Saxophon und Resonanz, die durch einen nach Baumarkt aussehenden Aufbau in Turbulenz gebracht wird. Klänge, als hätte Jimi Hendrix’ Verstärker selbst zu atmen begonnen. Ein Mundstück, das offenbar sein Saxophon verloren hat, bricht in Hysterie aus. Das Tenorsaxophon scheint aus einem rauchigen Keller in Harlem zu tönen. Und dann kommen die anderen Stimmen: Im simultanen Spiel mit mehreren Instrumenten oder auch (was noch einenartiger ist) aus nur einem Horn entspinnen sich diese ich-trau-meinen-Ohren-nicht-Selbstduette. Eine atemberaubende Soloperformance.
Das präparierte Baritonsaxophon
Grundidee der Präparation ist, in die vorhandene Resonanz des Instruments einzugreifen und eine Schnittstelle zu finden, an der diese Resonanz eigendynamisch andere Klänge anregt. Es sollen dem Saxophon also keine externen, unabhängig zu bedienenden Klangkörper hinzugefügt werden, sondern der Klang soll nach wie vor allein aus Atem und Klappenbewegungen entstehen.
Das Mittel der Wahl: eine zylindrische Röhre mit Knick, die den Tubus verlängert und dabei einen etwa horizontalen Abschluss bildet. Auf diesen können schwingende Flächen wie etwa Trommeln oder Bleche aufgelegt werden, die bei ganz oder teilweise geschlossenem Rohr (Klappen) die Resonanz unterschiedlich beeinflussen und selber resonieren und reagieren.
Zum anderen ist das Saxophon mit einem Zwei-Pedal-System ausgestattet, mit dem die beiden Füße die Klappen der rechten Hand rudimentär bedienen können. So wird die rechte Hand frei, mit unterschiedlichen Gegenständen an der Resonanzöffnung zu operieren.
M's Law (Murphy Murphy Murphy)
Markus Heinze (as, ts, brs), Maex Huber (dr)
M‘s Law besagt: Stürzen die Zeiten, fallen sie mit der Marmeladenseite in den Dreck. Das Harcore-Duo M‘s Law liefert den harten, ungeschminkten Soundtrack dazu.
„These guys are criminals. I will build a great wall to keep them out of my country.“ (Donald T.)
Musik wie ein Picknick auf dem Mittelstreifen der A9.
Expanding Universe Orchestra
David "Orion" Jäger (ss, ts), Christofer "Andromeda" Varner (tb, cosmic shell), Markus "Arktur" Heinze (p, brs, co, kitchen ware), Stefan "Aldebaran" Lanius or Gero "Omega Centauri" Kempf (b, toys), Maex "Sirius" Huber (dr, washtube)
"We are the healing force of the universe.” Für ein komplexes Unterfangen wie die Heilung des Kosmos darf es in der Wahl der Mittel keine Schranken geben. Heftige Klang-Attacken? Gewiss. Aber auch stille Beschwörungen oder ein hymnisch einhertorkelnder New-Orleans-March gehören dazu. All das rettet uns nicht nur vor dem Kollaps des Universums, sondern macht auch viel Spaß, denn die Musiker beherrschen ihre Sache glänzend. Oder um es in den Worten von Professor Arktur zu sagen: ”Don’t leave for outer space if you can’t control your ship.“
Improvisers Pool Regensburg
Es brodelt was im Untergrund von Regensburg: Es gibt einen Improvisers Pool in der Stadt! Mehrere Generationen klangtüfteln hier an Bytes und Beats, Amps und Atem. Schaffen Musik aus dem Moment, nie vorhersehbar und – he, lächeln sich die da gerade in einen rumpelnden Groove, über den ein Solo hinwegjubelt, das dich glatt in den Sitz drückt? Willkommen in der Echtzeitmusik!
Bertl Wenzl (sax), Markus Heinze (sax, co), Manfred Schimchen (e-git), Sebastian Voigts (p, electr), Markus Stark (b, electr), Peter Asanger (dr)